Depression - Bedürfnis vertrauten Menschen zu vertrauen

Die Hypnosesitzung entstand im Rahmen meiner Forschungen zur Krankheitsentstehung diverser körperlicher und seelischer Leiden. Die Forschungen helfen mir die bewusstseins-integrative Psychotherapie über das gewöhnliche Maß von Fachbüchern und Weiterbildungen weiterzuentwickeln. Der Ansatz ist, den Probanden in Trance zu begleiten und ihn im geöffneten Bewusstseinsraum die Gründe, Zusammenhänge und Ursachen einer Krankheit untersuchen zu lassen. Dabei werden ihm die Informationen in ähnlicher Art und Weise angeboten, wie dies in tiefenpsychologischen Trance-Sitzungen mit Symbolcharakter vorkommt. Eine Transkription einer Trance-Sitzung (Hypnose) vom 30.10.2021. Der Proband war zu diesem Zeitpunkt 31 Jahre alt. Der Proband hatte bis zu Beginn seiner Psychotherapie aufgrund oktroyierter Hemmungen Schwierigkeiten charakterliche Wesenszüge auszuleben, was im Lebensverlauf zu affektiven Trübungen führte. Einzuordnen ist dies als sporadisch auftretende leichte depressive Phasen ohne Krankheitswert. Nachfolgend lesen Sie die ursprünglich aufgezeichnete Tonaufnahme als Text. Es erfolgt eine an die Aufgabe und Situation angepasste Einleitung in die Trance (Hypnose) mit passenden Instruktionen. Daraufhin beginnt die Probandin seine Eindrücke zu schildern.

Also ich … ich laufe oder gehe durch eine Straße. Also es ist schon dunkel und die Laternen sind an. Und … es ist bisschen kalt draußen. Und um mich herum ist so ein … so ein riesengroßer … wie so ein Ring. Und in dem Ring sind so ganz viele verschiedene Bildschirme. Und auf jedem Bildschirm ist … eine andere Situation oder Geschichte zu sehen. Und wenn ich jetzt einen Bildschirm anschaue, dann … dann sehe ich … ähm … genau das gleiche, nur, dass ich dann dort drin bin. Und zwar, wenn ich den ersten Bildschirm anschaue, bin ich auf einem Jahrmarkt. Alle … alle haben Spaß und freuen sich und ich laufe dann genauso durch wie auf dieser gerade eben gelaufenen Straße und dieser Ring mit den verschiedenen Bildschirmen ist wieder um mich herum. Der bewegt sich auch, dreht sich. Dann kann ich auch, das nächste … den nächsten Bildschirm, da bin ich in einem Garten. Da tuen welche Unkraut jäten und umgraben. Auch da laufe ich einfach durch und bei dem anderen den ich noch sehe bin ich ein Schiffbrüchiger und halte mich an einem … Holzbrett fest um nicht unterzugehen. Und wenn ich geradeaus schaue und mich von dem Bildschirm löse, dann kann ich weiter durch die Dunkelheit der Straße mit den Laternen laufen. Ich höre meine … meine Schritte.

Ja.

Und der Ring der dreht sich und wackelt. Ich habe keinen Menschenkontakt, also keinen direkten Bezug zu irgend jemand. Und … also ich fühle, dass … da auch so eine … also mein Körper fühlt sich eher leer an, leicht. Und mir ist so ein bisschen, so als ob ich Hunger habe. Und dann ist einem so schlecht. So fühlt sich das an. Und ich habe überhaupt keinen … kein Ziel. Kein … ähm … also ich weiß nicht warum ich gerade dort bin, was ich dort mache. Und ich habe auch das Gefühl, das wiederholt sich immer wieder … also die Szenen laufen so wie ich sie gerade erzählt habe immer wieder ab.

Ja.

Ich laufe wieder durch die Straßen, und ich sehe wieder den Jahrmarkt, das Blumenbeet und das Schiffbrüchige und dann laufe ich über die Straße … und die Kälte in der Luft. Und es gibt irgendwie keinen … es ist alles so bisschen abstrakt und dennoch wiederholt es sich … so ein …

Also ist der Ring noch da?

Der ist da. Der bleibt. Der ist gelb und sieht irgendwie … und in dem Ring sind verschiedene Bildschirme drin und der Ring dreht sich und dreht sich und mich rum und dann auch so bisschen nach oben und nach unten.

Und bist Du in der Mitte des Ringes oder außerhalb?

Genau in der Mitte und der ist um mich rum. Und der hat einen Durchmesser von 10 Metern vielleicht. Und immer auf Augenhöhe.

Und wenn Du gehst, geht er mit Dir mit?

Ja, genau. Da habe ich auch das Gefühl, dass der so mit mir so verbunden ist, wie bei einem großen Kleid, wo das so ein Riefen drunter ist. So trage ich ihn mit. So wie ich mich drehe, dreht er sich auch. So mit mir verschmolz … so verschmolzen, silberne Fäden.

Ahh.

Also es ist als ob ich ihm Energie gebe und er mir Energie gibt. Aber die Energie ist … die fühle ich nicht.

Ok. Und was kann den der so als Ding an sich symbolisieren, so ein sich drehender Ring um Dich herum der mit Dir mit geht? Was kann das so bedeuten?

Also, einmal ist er ja zwar auf Augenhöhe, aber der ist von der Verbindung her, dass was ich so sehe, dass diese Silberfäden, Goldfäden mit meinem Herzen verbunden sind, und dass der Ring dort eher so angeschlossen ist. Und alles so was in meinem Brustkorb ist, ist quasi mit dem Ring verbunden. Und … ich ernähre mich von dem Ring oder bekomme die Energie und gebe auch Energie dorthin. Aber er ist trotzdem auf Augenhöhe. Ja, ein bisschen steht er auch für die Gedankenwelt, weil einerseits ich die Situation, ja, kurz sehe, mir vorstelle oder … und dann auch gleich reingehen kann. Und dann bin ich drin und dann ist die andere Situation weg, aber eben auf dem Bildschirm noch da und den Ring habe ich ja trotzdem mit. Also ich habe das Gefühl, er steht ein Stück weit für die Gedankenwelt.

Was ist das für eine Gedankenwelt? Wie ist sie so beschaffen?

Ja, ich habe … ähm … sie wirkt also fast schon zermürbend, weil es immer das Gleiche ist. Ich komme da auch gar nicht aus in andere … also es sind ja nur diese 3 Bildschirme an und die restlichen 5 oder 6 sind aus. Und es ist als ob ich in so einer Schleife drin bin, so einer Endlosschleife. Also die kontrolliert mich, und … macht meinen Kopf auch … ganz fest. Und ich fühle mein Herz auch überhaupt nicht, ich sehe halt immer alles nur. Kann aber überhaupt nichts irgendwie wahrnehmen und … es geht auch alles sehr schnell und das Sprechen ist so … ganz schnell irgendwie.

Ja.

Ja, und auch die Situation mit dem … wo ich bei dem Schiffbruch bin, dann schwimme ich da einfach, und weiß, dass ich nicht untergehen kann, aber weiß auch, dass ich jetzt kein Land sehe. Selbst wenn ich mich jetzt damit länger beschäftige, dann bleibe ich trotzdem auf dem Wasser und dann denke ich mir wieder einen anderen Bildschirm anzugucken und dann laufe ich wieder durch das Blumenbeet. Es ist irgendwie, als ob nichts gewesen wäre.

Aha.

Also wie ein Fehler im … Programm … wo man nicht … wo man kein … nicht ans Ende spulen kann oder nicht … nicht weiter laufen lassen kann. Das hört dann auf und geht dann wieder von Vorne los.

Ja. … Und was ist denn so mit den Bildschirmen, die ausgeschaltet sind?

Ich sehe, dass … ja, diese … also der Ring diese Energie durch das Herz und ein bisschen aus dem Brustkorb kommt …

Ja ...

Und diese silbernen Fäden dann eigentlich zu den 3 Bildschirmen geht und die anderen Fäden die sind zwar da aber nicht angeschlossen. Also jetzt auch Kabel vom Fernseher, die noch zu meinem Becken geht oder zu meinem … auch an mein Gehirn, zu meinem Hals. Dort ist irgendwie … das wird nicht … das ist ausgeschaltet einfach … es ist nur bisschen Herz und … der eine ist aktiv durch die anderen, aber die anderen sind einfach da und nicht vorhanden … also ich sehe nur ein Drittel von dem was alles …

Und sind die Kabel nicht an Dir angeschlossen oder nicht an dem Fernseher?

Sie sind angeschlossen aber es fließt nichts. Die sind auch schwarz und nicht silber und nicht leuchtend.

Dann schau Dir einfach so eine dieser Verbindungen an warum es nicht fließt, wenn Du da so hin fühlst.

Es ist so, dass … auch wenn ich da so hinschaue, ist es so … erstmal schwer ist, den Blick dorthin zu halten. Ich habe das Gefühl, da werde ich wieder so zurückgedrängt, zu den andern 3, und wenn ich es trotzdem versuche, dann ist es schon auch sehr anstrengend und ermüdend. Ähm … als ob es nicht bedient werden soll und ich zwar alles versuche, aber es ist wie so eine unsichtbare Wand, die mich dann wieder zurückwirft. Wie zwei Magnete die wo ich dann wieder zurückgestossen werde und da einfach nicht … die beiden Magnete nicht aufeinander bekomme. Und es geht auch nur anzuschauen wenn ich auf der Straße bin. In dem Blumenbeet oder in dem Wasser schaffe ich das nicht. Also die Straße ist das Haupt … mein Hauptfilm, weil die taucht nicht auf dem Bildschirm auf, ich kann nur immer wieder zurück.

Was kann das denn so bedeuten für Dich?

Ähm … also erstmal … bin ich ja in der Kälte draußen und sehe einzelne beleuchtete Häuser … und habe irgendwie keinen … also niemand der mich aufnimmt. Ich bin allein und … ähm … es ist auch kalt und ich suche eigentlich was Warmes und flüchte dann in die noch 3 angeschlossenen Bildschirme … damit es irgendwie … damit ich davon weg kann kurz mal … aber nimm sie auch wieder mit.

Und was wäre da in dieser Situation, deiner Erkenntnis gut für Dich? Was wünschst Du Dir?

Also … ich … jemand anders noch, dem ich das irgendwie erstmal so mitteilen kann und das auch zeigen kann, dass es das gibt. Also jemand der mir da auch glaubt. Und … ähm … jemand, der mir auch irgendwie Wärme gibt, und wenn es nur kurz ist. Und es muss … also es reicht jetzt einfach jemand … ich habe da keinen … dass es eine bestimmte Person ist. Es reicht einfach nur, jemand der mich sieht und mit in den Ring mal reinkommt und ich es einfach so zeige, also … wie wenn ich ein kaputtes Auto reparieren lassen will und jemanden davon erstmal in Kenntnis setze, dass da was nicht stimmt.

Ja.

Und brauche aber auch dann das Vertrauen, dass ich ernst genommen werde. Und da habe ich Angst davor ein bisschen, das mir da keiner glaubt.

Und davor, dass Dir geglaubt wird?

Ja, dass ich dann, das Vertrauen habe das zu zeigen, jemanden auch hineinlassen in den Ring. Also ich würde es gerne mit jedem machen, aber habe halt … suche halt das Vertrauen irgendwie … einerseits suche ich die Wärme in Jedem, andererseits würde ich auch gerne … jemand dort richtig … das zeigen. Und das … da habe ich … bin ich sehr vorsichtig.

Und was braucht so ein Mensch, das Du glaubst, ihm vertraust? Was ist das für ein Mensch? Was macht ihn aus?

Also erstmal … sieht man das … sehe ich das schon an den Augen, dass er mich auch sieht. Und schon mit … mich einfach wahrnimmt, mir in die Augen guckt … ist da so ein wärmender Blick in den Augen, das sehe ich das ganz schnell, ob das echt ist oder nicht … also die da einfach so gucken, die interessieren mich da nicht. Die lasse ich da nicht. Aber einer, der richtig warm guckt, da habe ich das Gefühl, da dreht sich auch der Ring dann auch langsamer … ich habe da irgendwie das Gefühl, ich kann das ein bisschen anhalten.

Ja.

Da ist auch … also ich sehe da auch so einen … ja so einen Erfahrenen, also zumindest wirkt er etwas weise und erfahren … so ein Mann mit Brille. Mit einem Mantel und Bart. Und der guckt mich so an … also … ich muss nichts sagen, er weiß es eigentlich schon, weil er das mal so hatte, oder es kennt oder fühlt. Und da ist so eine unausgesprochene, kleine Verbindung da.

Ja, und was fühlst Du jetzt so in Dir?

Also es wird alles sehr hell, und … ähm … es öffnen sich neue Bilder, die ich jetzt so nicht kenne und es fühlt sich an als ob … der Mund mir ganz offen steht und ich den nicht zu krieg. Ähm … als meine Augen werden ganz feucht. Einfach so. Ich fühle auch ganz viel Erschöpfung und auch so kurz vorm Zusammenbrechen mit der Gewissheit aufgefangen zu werden. Also auch so loslassen können. Sich dem dann anders hingeben … in der Situation. Im Ring und in allem.

Ja, und jetzt kannst Du so langsam in eine Situation in diesem jetzigen Leben eintauchen. Ich werde wieder Deine Stirn berühren. Und Du gehst jetzt wieder in eine Situation, in der Du das genau gefühlt hast, diesen Ring um Dich herum, diesen Bildschirm. Dass Du in jetzt in diese Situation kommst, langsam ankommst.

Ich war … oder bin … noch in der Grundschule. Also vom Alter her bin ich 6 oder 7. Und war damals oder bin beim Sportverein Leichtathletik und ging dort hin und hatte eigentlich keine Lust, weil alles blöd war. Hausaufgaben, Schule, Familie … alles war … hat mich so eingeschnürt und … ähm … und dann bin ich trotzdem hin zu dem Training und es war von meinen … vom Team niemand da, nur der Trainer. Der Trainer, der war schon 60. Und der hat immer diesen liebevollen Blick gehabt, und diese … diese Wärme … und es war einfach sofort alles weg. Es spielte alles keine Rolle mehr. Ich konnte einfach mit ihm Übungen machen und dann kamen noch 2, 3 Leute und wir haben ein kleines Spiel gemacht. Und es war das Gefühl, dass ich aus der Welt herausgerissen wurde, im positiven Sinne, aus diesem Strudel, aus diesem Ring einfach. Nur durch die Anwesenheit von ihm, da rausgelöst wurde. Und auch hinterher fühlte ich mich dann noch lange so leicht und frei und hatte zumindest noch auf dem Rückweg ein sehr gutes Gefühl. Und habe dann auch die Natur wieder wahrgenommen und die Vögel und mich ganz anders gespürt. Und … er hat da in mir immer was berührt und geöffnet.

Und spür doch mal so genau hin, was so ein Mensch in Dir auslöst, was er so macht, was sich durch seine Anwesenheit in Dir verändert.

Also ich merke, dass ich, dass alles ganz hell war. Also angenehm hell und klar … und ich spüre da so eine … als ob ich schmelze, so alles weich wird. Als ob ich mich da so … dem Ganzen hingeben kann. Es ist wie so eine weiche, warme Umarmung von einem Energiekörper, der mich dann einfach aufnimmt und festhält, bis ich dann wieder aufgeladen wurde. Bis dann mein Energiekörper … dass dann auch kann, der dann auch immer mehr steigt, ohne das irgendwas getan werden muss.

Mhm.

Ich fühle mich dann so … wie auf einem Trampolin liegen, während die Anderen um mich herum springen. Und ich genieße diese Vibrationen, ohne, dass ich weiß welche als Nächste kommt. Liebe ich dieses, oder es kommt dieses durchgeschüttelt werden, sodass ich immer was Neues, mal einen neuen Reiz bekomme, der sich anfühlt so unvorhersehbar, doch total schön.

Mhm.

Und dann nehme ich jedes Körperteil einfach ganz intensiv wahr und spüre mich ganz anders.

Ja.

An dieser Stelle erfolgte eine spezielle Ausleitung der Trance (Hypnose).

GLAPA PLUS
Sergiusz Lesław Glapa
Praxis für bewusstseins-integrative Psychotherapie
Waldschlößchenstr. 24
01099 Dresden
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